Wer niemals einen Rausch gehabt

  1. Wer niemals einen Rausch gehabt, der ist kein braver Mann, der ist kein braver Mann, wer seinen Durst mit Achteln labt, fang‘ lieber gar nicht an, fang‘ lieber gar nicht an! Da dreht sich Alles um und um in unserm Capitolium, in unserm Capitolium! Wer niemals einen … fang‘ lieber gar nicht an!
  2. Doch zu viel trinken ist nicht gut, drei Ouart sind eben recht, drei Quart sind eben recht; da steht auf einem Ohr der Hut, ist nur der Wein auch ächt, ist nur der Wein auch ächt. Trinkt unser Einer zu viel Wein, find’t er sich nicht ins Haus hinein, find’t er sich nicht ins Haus hinein. Doch zu viel trinken … ist nur der Wein auch ächt.
  3. Ein jeder Trinker lebe hoch, der bei dem vollen Glas, der bei dem vollen Glas schon oft der Arbeit hartes Joch, des Lebens Müh‘ vergass, des Lebens Müh‘ vergass! Wer dich verschmäht, du edler Wein, der ist nicht Werth, ein Mensch zu sein, der ist nicht Werth, ein Mensch zu sein! Ein jeder Trinker … des Lebens Müh‘ vergass!
  4. Wenn rein, wie Gold, das Rebenblut in unsern Gläsern blinkt, in unsern Gläsern blinkt, sich jeder Zecher wohlgemuth ein kleines Räuschchen trinkt, ein kleines Räuschchen trinkt; dann scheint die Welt mit ihrer Pracht für munt’re Trinker nur gemacht, für munt’re Trinker nur gemacht. Wenn rein, wie Gold, … ein kleines Räuschchen trinkt.
  5. Drum trink‘ ich, weil ich trinken kann, und mir das Weinchen schmeckt, und mir das Weinchen schmeckt, so lange, bis der Sensenmann ins kühle Grab mich streckt, ins kühle Grab mich streckt. Denn endet sich mein Lebenslauf, so hört von selbst das Trinken auf, so hört von selbst das Trinken auf. Drum trink‘ ich, … ins kühle Grab mich streckt.