Wenn ich einmal der Herrgott wär

  1. Wenn ich einmal der Herrgott wär‘, mein erstes wäre das: Ich nähme meine Allmacht her und schüf‘ ein grosses Fass, ein Fass, so gross als wie die Welt, ein Meer göss‘ ich hinein, [:von einem bis zum andern Belt voll Rüdesheimer Wein. :]
  2. Wenn ich einmal der Herrgott wär‘, mein zweites wäre das: Ich nähme meine Allmacht her und schüf‘ ein grosses Glas, ein Glas, so hoch bis an den Mond und wie die Erde rund, [: auf dass es sich des Trinkens lohnt, leert‘ ich’s bis auf den Grund. :]
  3. Und hätt‘ ich dann gar manches Jahr das Glas rein ausgeleert, so würde Wohl der Wein zu rar, ich hätte mehr begehrt. Dann würf‘ ich auf die Kniee mich und fing‘ laut an zu schrei’n: [: Lass‘ mich, O Gott, ich bitte dich, noch einmal Herrgott sein! :]