Wanderlied

  1. Wenn uns bei frohem Wallen die grüne Mütze ziert, Die alten Lieder schallen vom Sonnenwind entführt, Wenn auf der Wellen Tanze die Sonne sich versprüht, Uns in des Sommers Glanze die Heimatflur umblüht.
  2. Wie bebt in solchen Stunden mein Herz in freier Lust! Wie sind wir druckentbunden der Freiheit uns bewusst! Du kündest, hingezogen, was sonst die Seele hehlt; In der Gefühle Wogen bist du der Welt vermählt.
  3. Die schon vor langen Jahren das gleiche Band geschmückt, Und die in grauen Haaren ein heit’rer Sinn beglückt: Wir seh’n die Trautgestalten mit uns die Wege geh’n; Sie, die uns Treue halten in liebendem Versteh’n.
  4. Seht, wie auf Juras Kämmen die Sonne niedergeht, Die Burg, den Fichtenstämmen enttaucht, im Glaste steht! Wie nun die Wunder alle das Auge überspannt, Entschwillt zu mächt’gem Halle ein Lied vom Vaterland.