S‘ gibt kein schöner Leben

  1. ’s gibt kein schöner Leben als Studentenleben, wie es Bacchus und Gambrinus schuf; in die Kneipen laufen und sein Geld versaufen ist ein hoher, herrlicher Beruf. Ist das Moos entschwunden, wird ein Bär gebunden, immer geht’s in dulci jubilo: ist kein Geld in Bänken, ist doch Pump in Schenken für den kreuzfidelen Studio.
  2. Auch von Lieb‘ umgeben ist’s Studentenleben, uns beschützet Venus Cypria. Mädchen, die da lieben und das Küssen üben, waren stets in schwerer Menge da. Aber die da schmachten und platonisch trachten! Ach, die liebe Unschuld tut nur so, denn so recht inwendig brennt es ganz unbändig für den kreuzfidelen Studio.
  3. Vater spricht: «Das Raufen und das Kneipenlaufen nutzt dir zum Examen keinen Deut.» Doch dabei vergisst er, dass er ein Philister, und dass jedes Ding hat seine Zeit. Traun! das hiesse Iästern: schon nach sechs Semestern ein Examen! Nein! das geht nicht so! Möchte nie auf Erden etwas and’res werden als ein kreuzfideler Studio.