Im Hause Broda

  1. lm Hause Broda wohnte einst ein Schneider,
    der war die Zierde seiner Profession.
    Er nähte nur ganz ausnahmsweise Kleider
    und heischte einen unverschämten Lohn.
    [: Klia, klia, klimpäräta, klia, kiia, klimpätä. :]
  2. lm gleichen Haus im dritten Stocke,
    da wohnte eine stolze Herzogin
    in ihrem goldbrokatnen Unterrocke
    und einer grossen Krinolin.
    [: Klia, … :]
  3. Der Schneider liebte dieses Frauenzimmer,
    wie nur ein Schneider lieben kann mit Macht,
    auf der Guitarr erhob er ein Gewimmer
    vom Morgen bis zur Mitternacht.
    [: Klia, … :]
  4. Jedoch des Schneiders fröhliches Gemecker
    genierte nicht die stolze Herzogin,
    sie karessierte einen Zuckerbäcker
    im ungarischen Nationalkostüm.
    [: Klia, … :]
  5. Als nun die beiden gingen einst lustwandeln,
    naht‘ sich der Schneider voll Bekümmernis,
    und um bescheiden mit ihr anzubandeln,
    trat er ihr auf den linken Hinterfuss.
    [: Klia, … :]
  6. Statt bei dem Schneider sich nun zu bedanken,
    warf sie ihm zu nur einen Blick voll Hass.
    Wies ihn zurück in seine Schneiderschranken:
    «Geh Du nach Haus, Du dummer Schneider, was!»
    [: Klia, … :]
  7. Das schnitt dem Schneider tief in seine Ehre.
    Er dachte nur ans kühle Grab.
    Und schnitt sich drauf mit einer Knopflochschere
    das Haupt von seinem Rumpfe ab.
    [: Klia, … :]