Es war ein Knabe gezogen

  1. Es war ein Knabe gezogen wohl in die Welt hinaus, und ob ihm sein Lieb‘ noch gewogen, das Glück, das Glück war aus! Und er wanderte weit zur Sommerszeit, wenn am Walde die Rosen blüh’n. Und erwanderte weit zur Sommerszeit, wenn am Walde, wenn am Walde die Rosen blüh’n.
  2. Das Mägdlein barg ihre Klagen im stillen Kämmerlein, und mochte sie’s keinem sagen, sie hoffte jahraus, jahrein! Schaut über die Heid zur Sommerszeit, …
  3. Ein Reiter kam geflogen, seine Locken wehten im Wind: «Und bist du mir noch gewogen, herzallerliebstes Kind?» Vergiss das Leid zur Sommerszeit, …
  4. Er hielt sie in seinen Armen, ihr Herz in Wonne schlug, und hatte die Welt kein Erbarmen, ihre Liebe war stark genug! Und sie küssten sich beid‘ zur Sommerszeit, …