Der Sang ist verschollen

  1. Der Sang ist verschollen, der Wein ist verraucht;
    stumm irr‘ ich und träumend umher.
    [: Es taumeln die Häuser vom Sturme umhaucht,
    es taumeln die Wellen ins Meer. :]
  2. Die Wolken. sie tanzen, manch‘ Sternelein fällt,
    hat tief in den Wolken gezecht;
    [: ich steh‘ wie ein Fels, wie die Angel der Welt,
    wie ein Kaiser in Freiheit und Recht. :]
  3. Und die Strassen durchirr‘ ich, die Plätze so schnell,
    ich klopfe von Hause zu Haus;
    [: bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell,
    wer schützt mich vor Wetter und Graus? :]
  4. Ein Mägdelein winkt mir vom hohen Altan,
    hell flackert im Winde ihr Haar.
    [: ich schlag‘ in die Saiten und schwing‘ mich hinan;
    wie licht ist ihr Aug‘ und wie klar. :]
  5. Und sie küsst mich und drückt mich und lachet so hell;
    nie hab‘ ich die Dirne geschaut.
    [: Bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell,
    was lacht sie und küsst mich so traut? :]